Bernhard Langer wird von Colin Montgomerie erst im Stechen der Invesco QQQ Championship gestoppt. Caro Masson unterliegt ebenfalls erst im Stechen der Taiwan Swinging Skirts LPGA.


PGA Tour Champions
Wenn zwei Hall of Famer im Stechen aufeinander treffen, wird es in jedem Fall hochklassig, spannend und vor allem dramatisch. Dass das direkte Duell zwischen Colin Montgomerie und Bernhard Langer um den Sieg bei der Invesco QQQ Championship allerdings durch eine denkbar unglückliche Lage des Deutschen im Bunker entschieden wird, hätten wohl beide nicht gedacht.
“Im Playoff habe ich einen schlechten Schlag gemacht und musste den Preis dafür bezahlen”, beschrieb der Unterlegene nach der Runde. “Das war einfach der schlechteste Spot, an den ich meinen Ball hätte spielen können. Es war die Hölle.” Langer sprach von seiner Lage im knapp zwei Meter tiefen Bunker neben dem 18. Grün, dem Schauplatz des ersten Extralochs und des Dramas in vier Akten. Aus einer bergab Lage gelang es Langer erst beim vierten Versuch, seinen Ball aufs Grün des Par 4 zu bringen.

Die Entscheidung war gefallen, denn Colin Montgomerie lag mit seinem Zweiten sicher auf dem Grün und zwei-puttete zum Par. “Wie oft passiert Bernhard so etwas?”, fragte Montgomerie rhetorisch. “Ich habe mit ihm in dem Bunker gefühlt. Es ist einfach nur ein tiefes Loch. Pech für Bernhard.” Der schottische Hall of Famer sorgte mit seiner 63 (-9) für das Highlight des Tages und zog erst mit einem Putt quer übers 18. Grün mit Langer gleich und erzwang damit das Stechen.

Trotz des unglücklichen Endes zog Langer ein positives Fazit. “Es war ingesamt eine gute Woche, in der ich gutes Golf gespielt habe. Auch in Richmond [in der vergangenen Woche] habe ich gut gespielt. Das macht mir Mut.” Mit einem vierten und dem zweiten Platz in dieser Woche zeigte sich Langer rechtzeitig zum Finale des Charles Schwab Cup in der kommenden Woche in wiedererstarkter Form. Nur mit einem Sieg bei der Charles Schwab Cup Championship (vom 7. bis 10. November im Phoenix Country Club) könnte Langer zum fünften Mal in sechs Jahren die Jahreswertung der PGA Tour Champions für sich entscheiden.
PGA Tour Champions: Invesco QQQ Championship
Austragungsort: Sherwood Country Club
Preisgeld: 2 Mio. US-Dollar
Gewinner: Colin Montgomerie (1. Extraloch)
Deutsche: Bernhard Langer (Zweiter)

LPGA Tour
Caro Masson hatte es angekündigt, sie wollte die letzten Turniere der Saison nutzen, um noch einmal ganz oben anzugreifen. “Man muss einfach zum richtigen Zeitpunkt einen Punch landen, um eine ordentliche zu einer sehr guten Saison zu machen”, hatte sie im exklusiven Interview mit GOLF TIME gesagt (Ausgabe 07/2019). “Den Grundstein dafür habe ich in den letzten Wochen gelegt.”
Bei der Taiwan Swinging Skirts LPGA scheiterte die Deutsche erst im Stechen an Nelly Korda, der mit einem Birdie am ersten Extraloch die Titelverteidigung in Taiwan gelang. “Wenn man mir zu Beginn des Tages gesagt hätte, dass ich es ins Playoff schaffe, hätte ich das genommen”, zog Masson trotz der Niederlage ein positives Fazit. “Ich hatte einige Birdie-Chancen auf der 17 und 18, die ich nicht genutzt habe. Aber ich bin stolz darauf, es so spannend gemacht zu haben.”
In der Jahreswertung der LPGA Tour, dem Race to CME Globe, ging es mit ihrem zweiten Platz für Masson bis auf den 28. Platz nach oben. Und irgendwie kann Masson dennoch feiern. Denn neben ihrem zweiten Platz beider Swinging Skirts LPGA kann sie sich auch über den Sieg freuen. Denn als Caddie an der Seite von Nelly Korda fungiert niemand geringeres als Massons Verlobter. Kein Wunder, dass sie bei der Siegerrede der Amerikanerin im Kreis der engen Freunde und Familie mit dabei war.
LPGA Tour: Taiwan Swinging Skirts LPGA
Austragungsort: Miramar Golf Country Club
Preisgeld: 2,2 Mio. Dollar
Gewinnerin: Nelly Korda (1. Extraloch)
Deutsche: Caro Masson (Zweite)

LPGA Tour Qualifying School
In der kommenden Saison bekommt Caro Masson auf der LPGA Tour eine weitere Deutsche an die Seite gestellt. Über die LPGA Q-Series, die Qualifying School der LPGA Tour, erspielte sich Esther Henseleit ihr Ticket für die erste Damenliga in den USA. Mit Runden von 70-68-70-75-74-71-74-73 beendete die Deutsche das Finale auf dem geteilten 30. Platz und sicherte sich eine der 45 Tourkarten für 2020.
Anfang des Jahres erst ins Profilager gewechselt, etablierte sich Henseleit als eine der besten Spielerinnen auf der Ladies European Tour, auf der sie zehn Top-Ten-Ergebnisse bei 17 Starts feiern konnte. Vier Mal schloss sie eine LET-Turnier als Zweite ab und belegt Rang zwei in der Order of Merit. Im kommenden Jahr wird die Deutsche aber an der Seite der besten Spielerinnen der Welt um deutlich mehr Preisgeld und Weltranglistenpunkte spielen, wenn es für Henseleit auf die LPGA Tour geht.
LPGA Q-Series
Austragungsort: Pinehurst Golf Resort (No. 6 & No. 9)
Preisgeld: n.a.
Gewinnerin: Muni He (CHN, -21)
Deutsche: Esther Henseleit (T30, +3), Sophia Popov (T46, +6), Olivia Cowan (T67, +14), Isi Gabsa (MC)

World Golf Championships
Auch beim WGC-HSBC Champions, dem letzten der vier World Golf Championship Events, musste ein Stechen die Entscheidung bringen. Im Sheshan International zog Xander Schauffele mit einem Birdie auf dem 18. Loch bei 19 unter Par mit Rory McIlroy gleich und sorgte für eine Verlängerung.
Doch auf dem ersten Extraloch drehte der Nordire den Spieß um, lochte seinerseits zum Birdie und gewann sein viertes Turnier der laufenden Saison. “Die vier Siege in diesem Jahr waren natürlich wunderbar. Aber viel wichtiger war meine Konstanz von Woche zu Woche. Selbst wenn ich nicht mein bestes Golf gespielt habe, gab ich mir immer wieder Chancen.”

World Golf Championships: HSBC Champions
Austragungsort: Sheshan International
Preisgeld: 10,25 Mio. Dollar
Gewinner: Rory McIlroy
Deutsche: keine

PGA Tour: Bermuda Championship
Austragungsort: Port Royal GC
Preisgeld: 3 Mio. Dollar
Gewinner: Brendon Todd
Deutsche: Alex Cejka (T58, -2)

Quelle: www.golftime.de