Eisen oder Hybrid? Matthias Schwab beschäftigt sich mit dieser Frage und fällt eine überraschend klare Antwort.


Matthias Schwab, Jahrgang 1994, European-Tour-Spieler

Viele Amateurgolfer tun sich schwer
dabei, die langen Eisen gut zu spielen.
Eisen 5 bis 2, Driving Irons
, usw. sind ja wirklich schwerer zu
spielen als die kurzen Eisen. Das ist darauf
zurückzuführen, dass bei den langen Eisen
vor allem die Schlägerkopfgeschwindigkeit
sehr hoch sein muss. Der Schwerpunkt des
Schlägerkopfes ist naturgemäß nicht weit
hinter der Schlagfläche und man bekommt
dadurch den Ball nur dann gut in die Luft,
wenn der Ball gut getroffen wird und die
Schlägerkopfgeschwindigkeit hoch ist. Viele
Amateurgolfer bringen keine Schlägerkopfgeschwindigkeit
von zumindest 90
Meilen pro Stunde oder mehr zusammen.
Das ist aber nötig, um die langen Eisen gut
zu spielen. 

Unterschiedliche Bauweise

Bei den Hybrids ist die Bauweise des Schlägerkopfes
gegenüber den langen Eisen sehr
unterschiedlich. Der Schlägerkopf ist
bauchiger und weit nach hinten gezogen.
Damit konnte der Schwerpunkt des Schlägerkopfes
weiter nach hinten verschoben
werden. Bei gleichem
Loft z. B. Eisen 4/Hybrid, 22 Grad, ist es
wesentlich leichter, mit dem Hybrid den Ball
in die Luft zu bekommen. Denn mit dem
Hybrid geht das mit einer wesentlich geringeren
Schlägerkopfgeschwindigkeit. Das ist
ein großer Vorteil für Amateure, die einfach
keine Möglichkeit haben, größere Schlägerkopfgeschwindigkeiten
zu entwickeln. 

Hybrids für Amateure

Diese Umstände führen dazu, dass eben
die langen Eisen schwer zu spielen sind.
Viele Amateure versuchen unbewusst mit
den langen Eisen schneller zu schwingen,
um größere Weiten zu erzielen. Das funktioniert
aber häufig nicht, weil dadurch vor
allem die Bälle nicht mehr sauber getroffen
werden. Das führt dazu, dass die Bälle getoppt
oder dünn getroffen werden und nicht
im Sweetspot am Schlägerblatt. Die Schläge
gelingen selten perfekt und zur Zufriedenheit
des Spielers. 
Ich bin daher der
Meinung, dass für Amateure
Hybrids von Vorteil sind. Natürlich
kann der gute Amateur auch
mit langen Eisen ein sehr gutes
Spiel schaffen. Wenn man mehrere
Spieler im Vergleich betrachtet, so stellt
man fest, dass z. B. Eisen 4 mit 22 Grad
Loft und ein Hybrid mit dem gleichen Loft
auch gleiche Schlag- bzw. Ballflugweiten
erreichen.

Vorteil Eisen

Ich spiele keine Hybrids, weil ich mit
meinen langen Eisen gut zurechtkomme.
Wenn man ein guter Eisenspieler ist, kann
man mit den langen Eisen seine Schläge gut
variieren. Es geht ja hin und wieder darum,
die Bälle flacher oder höher zu spielen,
einen Fade oder einen Draw oder was
immer zu schlagen. Mit den Eisen funktioniert
das gut. Ich spiele auch, wenn es
passt, vom Tee oder auch vom Fairway ein
Driving Iron. 
Und zum Schluss an dieser Stelle wie
immer mein gut gemeinter Rat: Erfahren
Sie viele Details zum Thema
„Vierer Eisen oder Hybrid?“ vom
Teaching Pro Ihres Vertrauens.
Schönes Spiel!

Quelle: www.golftime.de