Vom verpassten Cut zur absoluten Dominanz: Rory McIlroy feiert bei der Canadian Open einen Kantersieg.


Als Rory McIlroy am Sonntagnachmittag am 18. Grün des Hamilton Golf & Country Clubs ankam, ging es nicht mehr um den Sieg bei der Canadian Open auf der PGA Tour. Den hatte der Nordire durch seine furiose Leistung in den knapp fünf Stunden zuvor bereits eingetütet.
McIlroy brachte fünf Birdies auf den Ersten Neun auf die Karte, und legte vier Schlaggewinne in Folge ab Bahn elf nach. Dem Bogey auf der 16 ließ er ein Eagle auf der 17 folgen. Die Konkurrenz staunte. „Ich weiß nicht, was für ein Golf Rory heute spielt, aber es ist einfach nur unglaublich“, erklärte Shane Lwory. Der Ire teilte sich den zweiten Platz am Ende mit Webb Simpson. Sieben Schläge hinter dem Gewinner.
McIlroy stand im Grünbunker der 18, und bereitete sich akribisch auf seinen Schlag vor, obwohl der Sieg so sicher war. Er hatte eine historische Chance.

Wenigstens hatte er eine Chance

Hätte McIlroy den Bunkerschlag gelocht, wäre die es die 59 unter dem Strich gewesen. Die erste seiner Karriere. Doch er verfehlte deutlich. Am Ende wurde es nach einem finalen Bogey die 61.
„Wenigstens hatte der Bunkerschlag eine Chance“, kommentierte er mit einem Lachen. Vor ein paar Wochen hatte er einen Putt zur 59 in einer Trainingsrunde zu kurz gelassen. „Ich spiele gut, habe etwas gefunden, dass mir gerade sehr hilft und will diese Welle weiterreiten.“
Vergangene Woche hatte der viermalige Major-Sieger den Cut beim Memorial Tournament verpasst, doch anstatt frustriert abzureisen, folgten am Wochenende intensive Trainingseinheiten in Muirfield Village Golf Club. 
Offenbar mit Erfolg. Optimales Timing für eine Formspitze. So kurz vor der U.S. Open in Pebble Beach.

Quelle: www.golftime.de