Oft ist ein grundlegendes Missverständnis der Hauptgrund, weshalb die Annäherungen nicht auf dem Grün landen.


Kaum etwas erzeugt beim Golfen ein besseres Gefühl als ein gut getroffener Eisenschlag, der gezielt auf die Fahne fliegt. Aber vielen Freizeitgolfern fällt es sogar mit den kurzen Eisen schwer, satte Ballkontakte zu produzieren. Woran liegt das?
Zuerst müssen wir klären, ob Sie tatsächlich ver­stehen, wie ein guter Treffer zustande kommt. Es ist ja logischerweise so, dass der Golfball in der Abwärtsbewegung des Schlägers getroffen werden sollte. Erst den Ball treffen und danach den Boden. Der tiefste Punkt im Schwungbogen liegt einige Zentimeter hinter der ursprünglichen Ballposition. Nur wenn man im Abwärts-Schwung den Ball trifft, wird die Mitte der Schlagfläche tatsächlich auf den Ball treffen. Ausnahmen bilden Driver und Putter, die den Ball im besten Fall in der Aufwärtsbewegung treffen.
„Von innen schwingen“
Nun zurück zum Missverständnis. Die meisten Golfer, die zu uns kommen, wissen schon, dass sie in der Abwärtsbewegung schlagen müssen. Wenn ich sie aber frage, woran sie auch noch im Schwung arbeiten, sagen sie ganz häufig: „Mehr von innen kommen.” Nun haben wir tatsächlich ein Problem! Es gibt nämlich eine Verbindung zwischen Schwungrichtung und Eintreffwinkel.
Je mehr Sie von innen schwingen, desto weniger schlagen Sie nach unten! Ganz viel „von innen schwingen“ wird es also schwieriger machen, die Bälle mit den Eisen gut zu treffen. Also von außen kommen? Die Antwort ist kompliziert, aber lautet – eigentlich Ja!
Schauen Sie den Schwung von Chris Paisley an. Beim Wegnehmen hat er den Schläger vorne und erreicht diese Position ebenso im Abschwung. Anhand dieser Aufnahme würde man denken, dass der Schläger tatsächlich von außen kommt. Und wenn es für Sie so wirkt, dann ist es gut so! In Wahrheit erwischen wir den Ball etwas auf dem Weg von innen nach außen, wie man im Bild ganz gut erkennen kann.
Was haben wir heute gelernt? „Von innen kommen“ ist nur mit dem Driver ein guter Tipp. Gute Eisenschläger kommen gefühlt „von außen“.

Quelle: www.golftime.de